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Zertifizierte/r Facilitymanager/in gemäß ISO 17024

Facilitymanagement bedeutet Liegenschaftsverwaltung und Objektbetreuung, d.h. es geht um die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden sowie deren technische Anlagen und Einrichtungen. Der Begriff kommt aus dem englischen, facility = Einrichtung. In Deutschland wurde dieser Fachbegriff im Dezember 2011 in der DIN EN 15221-1 genormt.

 

Facilitymanagement ist eine eigene Wissenschaftsdisziplin und wird als Studiengang an 22 Hochschulen angeboten. Gebäude, Liegenschaften und betriebliche Abläufe werden im FM ganzheitlich betrachtet. Ziel der koordinierten Abwicklung von Prozessen ist dabei, die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten dauerhaft zu senken, Fixkosten zu flexibilisieren, die technische Verfügbarkeit der Anlagen zu sichern sowie den Wert von Gebäuden und Anlagen langfristig zu erhalten oder gar zu steigern.

 

Ein durchdachtes und professionelles Facilitymanagement dient einen langfristigen Erhalt und einer Erhöhung der Vermögenswerte von Unternehmen in Form von Bausubstanz, Anlagen und Einrichtungen. So gehören hierzu notwendigerweise technische, infrastrukturelle und kaufmännische Aufgaben wie zum Beispiel das Überwachen der Haustechnik, das Organisieren und Beauftragen von Gebäude-Dienstleistungen, das Erstellen von Ausschreibungsunterlagen für Umbau und Instandhaltung sowie das Beschaffungsmanagement für sämtliche Gebrauchsgüter von der Energie bis zu Werbemitteln.

 

Immer größer werdender Kostendruck auf die Unternehmen veranlasst sie, stetig ihre Verbesserungs- und Kostensenkungspotenziale zu ermitteln und diese auch umzusetzen. Deshalb wird es notwendig, auch das Facilitymanagement eines Unternehmens strategisch neu zu betrachten, da die Liegenschaftskosten nach den Personalkosten den größten Kostenblock innerhalb eines Unternehmens ausmachen.

 

Facilitymanagement ist ein ganzheitlicher, strategischer und lebenszyklusbezogener Managementansatz, um Gebäude, ihre Systeme, Prozesse und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen und marktgerechten Bedürfnisse anzupassen. Es optimiert so den Betrieb, die Wirtschaftlichkeit, die Nutzung, die Vermarktung und die Werterhaltung der gesamten Liegenschaften und Einrichtungen einschließlich aller hierfür notwendigen Prozesse und erreicht dadurch eine ganzheitliche und umfassende Immobilien-, Einrichtungs- und Infrastrukturerstellung, -bereitstellung und -bewirtschaftung mit dem Ziel den Ertrag langfristig zu steigern, die Qualität zu sichern und Werte zu erhalten.

 

Dazu integriert Facility Management die Grundlagen der Betriebswirtschaft, der Architektur sowie der Verhaltens-, Rechts- und Ingenieurwissenschaften bei der Koordination des physischen Raums, mit den Menschen und mit der Arbeit der Organisation. Die Bandbreite dieser Räume reicht dabei von Wohngebäuden/Lebensräumen über Einkaufs- Sport- und Freizeitstätten bis hin zu den Arbeits- und Produktionsstätten.

 

Operatives Facilitymanagement kennzeichnet dabei Maßnahmen aus allen Bewirtschaftungskernaufgaben einer Liegenschaft und beinhaltet Hauptteile des klassischen Gebäudemanagements, sieht das Gebäude jedoch aus ganzheitlicher Sicht über dessen gesamte Lebensdauer und Nutzungsbestimmung in Abstimmung mit der strategischen Unternehmensausrichtung. Dabei werden einzelne Sichtweisen unterschieden. Die „Eigentümersicht“ garantiert den Gebäudebetrieb inklusive des Immobilien- und Gebäudemanagements, die „Nutzersicht“ betrachtet die Organisation aller Bedarfe rund um die Wertschöpfung, die in der jeweiligen Immobilie durchgeführt wird.

 

Die Ausrichtung eines strategischen Facilitymanagements leitet sich direkt aus der jeweiligen Unternehmensstrategie ab. Die Strategie bestimmt, in welchen Geschäftsfeldern ein Unternehmen tätig sein soll, wie der Wettbewerb in diesen Geschäftsfeldern zu bestreiten ist und was die langfristige Erfolgsbasis oder Kernkompetenz des Unternehmens darstellt. Während in fast allen Unternehmensbereichen schon seit vielen Jahren Maßnahmen zur Strategieumsetzung getroffen werden, erfolgt dieses im Facilitymanagement bisher nur unzureichend. Dies zeigt, dass das Facilitymanagement erst in geringem Maße als strategische Ressource von den meisten Unternehmen erkannt wird, obwohl dadurch ein zunehmend erfolgskritischer Wettbewerbsfaktor latent vorhanden ist.

Der Wirtschaftsfaktor Facilitymanagement umfasst in Deutschland mehr als 200 Milliarden Euro. Studien renommierter Wirtschaftsberater (z.B. Roland Berger Strategy Consultants) belegen ein forschreitendes Wachstumspontential von mehr als 5% jährlich.

 

Vor diesem Hintergrund bietet die EU-AKADEMIE ARBEIT & SOZIALES in Kürze Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich an, Abschluss:

 

ZERTIFIZIERTE/R FACILITYMANAGER/IN gemäß ISO 17024 certcouncil.eu

 

Ein Rahmenlehrplan über 6 Monate wird derzeit erarbeitet und dann auch als AZAV-Maßnahme für von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Weiterbildungsmaßnahmen zertifiziert.

 

Quellen: u.a EU-AKADEMIE ARBEIT & SOZIALES, Wikipedia

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